gnukuh hat geschrieben:Es geht mir darum "Unterschiede" zu sammeln, so ist z. B. ein weiterer von mir noch nicht genannter Punkt das Fedora die "Free as in Freedom[
1]" Philosophie betreibt während Debian ein "Debian Gesellschaftsvertrag[
2]" verwendet der deutlich umstrittener ist.
Hintergrund ist eine Presentation die beide Systeme vergleichst; und dabei möglichst Objektiv sein soll...
Da sehe ich z. Bsp. keinen sooo großen Unterschied, wenn man sich die GNU Free Software Guidelines ansieht (
http://www.gnu.org/philosophy/common-distros.html).
Ich möchte am liebsten auch nur freie Software verwenden. Da ich aber ein Heimanwender bin, der gern viel Musik hört und Spiele spielt, darf ich wohl nicht allzu dogmatisch sein.
Debian mit Fedora zu vergleichen, fällt mir wirklich schwer:
Angefangen habe ich damals mit Mandrake (katastrophal

), dann ein Versuch mit SuSe (Yast war das Letzte

). Schluss mit RPM, dachte ich mir und habe Slackware installiert. Das gefiel mir gut, ich habe viel gelernt und alles ließ sich leicht per Hand konfigurieren. Aber irgendwann hat Slackware meinen Lieblingsdesktop Gnome rausgeschmissen. So kam ich dann zu Debian. Habe ich mehrere Jahre benutzt und war rundum zufrieden, da ich die Paketverwaltung genial finde und man quasi eine rolling-release-Distribution hat, wenn man unstable fährt.
Seit einigen Monaten benutze ich jetzt Fedora und bin angenehm überrascht, wie sauber eine rpm-basierte Distribution funktionieren kann

. Ein bisschen Angst habe ich noch vor dem anstehenden dist-upgrade auf F12 oder auch dem Benutzen der rawhide-Repos.....aber das wird schon

.
Empathie: Ich war drauf und dran, mir'n Debian-Sticker ans Auto zu machen

Irgendetwas stört mich aber an Debian, sind es die ellenlangen Diskussionen, oder ist es dieses "Debian ist das einzig Wahre"-Feeling, dass ich manchmal verspüre?
Fedora "fühlt" sich erstmal sauber und elegant an. Probleme lassen sich genauso mit Hilfe von Foren und Wiki lösen wie bei Debian auch. Und ich spüre einen Vorwärtsdrang, wie ich ihn bei Debian noch nicht wahrgenommen habe.
Philosophie: Wie gesagt, Freie Software steht bei beiden Distributionen im Vordergrund (kann aber leicht umgangen werden

). Beide sind gleichermaßen bestrebt, GNU/Linux als Betriebssystem weiterzuentwickeln. Beide sind eigenständige, ernst zu nehmende Distributionen mit langjährigem Hintergrund.
Na ja, bei mir entscheidet eh nur das "Gefühl" - und bei Fedora fühle ich mich im Moment wohler.
Genug geschwafelt.......
Gruß, Holger